Der Osterhase

Der Osterhase bringt die Ostereier. Das wissen alle Kinder – jedenfalls bis zu einem bestimmten Alter. Spätestens dann ist es klar: Der Osterhase legt keine Eier. Wie aber kommt der Osterhase zu seinem Namen?

Der Hase war in den alten Göttersagen der Götterbote. Bei den Griechen gehörte er zur Aphrodite, der Liebesgöttin und bei den Germanen zur Holda, der Erdgöttin. Das Ei und der Hase symbolisieren in beiden Glaubensrichtungen das Zeichen für Fruchtbarkeit. Übrigens der Hase war auch schon ein Symbol für Christus, nämlich in Byzanz. Vielleicht spielt auch der Mond eine Rolle, denn der Hase gilt als Mondtier.

Zum Osterhasen wurde der Hase erst im Jahre 1678. Dafür existieren erste Belege von einem Medizinprofessor aus Heidelberg. Osterhasen und Ostereier. Irgendwann kamen im Laufe der Jahrhunderte Osterhasen und Ostereier zusammen. Die Kinder wussten, dass die Hühner keine bunten Eier legen. Damit die Erwachsenen nicht in Erklärungsnot kamen, wurden die bunten Eier dem Osterhasen zugeschrieben. Damit wurde er zum Überbringer der Ostereier ernannt und das ist er heute noch.

Die Überlieferung berichtet unter anderem, dass der Gründonnerstag als Zahlungstag und Zinstermin für Schulden galt. Viele Schuldner konnten nur mit Naturalien bezahlen, da sie arm waren und kein Geld vorhanden war. Also bezahlten sie mit dem, was sie hatten, mit Eiern oder Hasen. Das andere Vieh wurde zum Überleben gebraucht.

Alles in allem ist der Osterhase für Groß und Klein derjenige, der die schönen bunten Eier bringt und gerne noch ein Abbild aus Schokolade gegossen hinterlässt. Auch Schokoladeneier, Osterhasen aus Biskuit und Zucker, das alles muss der Osterhase für jedes Kind verstecken. Ganz schön harte Arbeit für einen Osterhasen.